EO § 291 — Tabellarische Höchstpfändungsbeträge

Berechnen Sie die tabellarischen Höchstpfändungsbeträge nach EO § 291. Der Rechner zeigt, wie viel von Ihrem Nettoeinkommen bei einer Lohnpfändung maximal gepfändet werden darf.

Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Kurz zum Thema: Höchstpfändungsbeträge nach EO § 291

Die tabellarischen Höchstpfändungsbeträge sind ein zentrales Instrument des österreichischen Exekutionsrechts und bestimmen, wie viel von einem Schuldner-Einkommen im Rahmen einer Gehaltspfändung maximal eingezogen werden darf. Diese Regelung schützt Schuldner davor, durch übermäßige Pfändungen in eine Situation zu geraten, in der sie ihren eigenen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Die Tabelle in EO § 291 differenziert nach der Höhe des Nettoeinkommens und berücksichtigt dabei sowohl die Bedürfnisse des Schuldners als auch die berechtigten Interessen der Gläubiger.

Struktur der Pfändungstabelle

Die Pfändungstabelle gliedert das pfändbare Einkommen in mehrere Stufen. Bei einem Nettoeinkommen bis zum Existenzminimum ist keine Pfändung möglich. Darüber steigt die Pfändungsquote in festen Prozentsätzen an — von 20% bei geringfügigen Überschreitungen bis hin zu 70% bei sehr hohen Einkommen. Die Tabelle wurde zuletzt 2026 angepasst, um die Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten angemessen zu berücksichtigen. Der AO-Richtsatz von € 1.050,51 dient als Basis für die unterste Stufe.

Variable Einkommensbestandteile

Eine Besonderheit der österreichischen Pfändungsregelung betrifft variable Einkommensbestandteile wie Überstunden, Provisionen, Weihnachtsgeld und Bonuszahlungen. Diese unterliegen grundsätzlich einer höheren Pfändungsrate als das monatliche Grundgehalt. Der Gedanke dahinter ist, dass der Schuldner bei variablem Einkommen die Freiheit hat, durch Mehrarbeit seinen Lebensunterhalt zu verbessern, ohne dass dies zu einer unzumutbaren Belastung führt.

Verfahren bei der Lohnpfändung

Die Lohnpfändung wird beim zuständigen Bezirksgericht beantragt und an den Arbeitgeber des Schuldners gerichtet. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den pfändbaren Teil des Gehalts direkt an den Gläubiger oder das Gericht abzuführen. Die Berechnung der Pfändungsquote erfolgt anhand der Tabelle in EO § 291, wobei der Schuldner jederzeit die Überprüfung der Berechnung beantragen kann, wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern.

Häufige Fragen zu Höchstpfändungsbeträgen nach EO § 291

Was sind die tabellarischen Höchstpfändungsbeträge?

Die tabellarischen Höchstpfändungsbeträge legen fest, wie viel Prozent des Nettoeinkommens bei einer Gehalts- oder Lohnpfändung maximal gepfändet werden darf. Die Tabelle unterscheidet nach Einkommenshöhe und berücksichtigt die Unterhaltspflichten des Schuldners.

Wie werden die Pfändungsgrenzen berechnet?

Die Pfändungsgrenzen werden anhand einer Tabelle berechnet, die vom Nettoeinkommen ausgeht. Je höher das Einkommen, desto höher ist auch der pfändbare Anteil. Die Tabelle berücksichtigt auch, ob der Schuldner unterhaltsberechtigte Personen versorgt.

Was ist der Unterschied zwischen Pfändung und Existenzminimum?

Das Existenzminimum (EO § 291a) ist der Betrag, der dem Schuldner vollständig verbleiben muss und gar nicht gepfändet werden darf. Die Höchstpfändungsbeträge (EO § 291) bestimmen dann, wie viel vom verbleibenden Einkommen zusätzlich gepfändet werden kann.

Können Überstunden stärker gepfändet werden?

Ja, Überstunden, Prämien und sonstige variable Einkommensbestandteile unterliegen einer erhöhten Pfändungsrate. Während das Grundgehalt nach der Tabelle in EO § 291 gepfändet wird, können variable Bezüge bis zu 100% gepfändet werden, sofern das Existenzminimum nicht unterschritten wird.

Wie wirkt sich eine Unterhaltspflicht auf die Pfändung aus?

Bei bestehender Unterhaltspflicht erhöht sich der unpfändbare Betrag, und die Pfändungsquote sinkt. Der Schuldner muss nachweisen, dass er unterhaltsberechtigte Personen versorgt, woraufhin das Gericht die Pfändungsgrenzen entsprechend anpasst.

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