StGB § 57

Berechnung der Verjährungsfristen für die Strafbarkeit nach StGB § 57 — abhängig von der Strafdrohung: lebenslange Strafe, Freiheitsstrafe bis 20 Jahre, oder Geldstrafe.

Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2015 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

  • § 57 Strafgesetzbuch (StGB)

    Verjährung der Strafbarkeit nach StGB § 57 — Fristen je nach Strafdrohung: 20 Jahre (>10J), 10 Jahre (>5J), 5 Jahre (>1J), 3 Jahre (>6M), 1 Jahr (bis6M/Geld). Keine Verjährung bei lebenslanger Strafe oder 25. Abschnitt.

    Gültig ab: 1. 1. 2015

Kurz zum Thema: Verjährung der Strafbarkeit

Die Verjährung der Strafbarkeit ist in § 57 StGB geregelt und dient dem Rechtsfrieden sowie der Rechtssicherheit. Nach Ablauf der Verjährungsfrist kann eine Straftat nicht mehr verfolgt werden.

Verjährungsfristen im Überblick

Die Fristen richten sich nach der Strafdrohung: lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe von mehr als 10 Jahren im Zusammenhang mit dem 25. Abschnitt (Sexualstraftaten) verjährt nie. Bei Freiheitsstrafen über 5 bis 10 Jahre beträgt die Frist 10 Jahre, über 1 bis 5 Jahre nur 5 Jahre, über 6 Monate bis 1 Jahr 3 Jahre, und bei Strafen bis 6 Monate oder nur Geldstrafe verjährt die Tat nach 1 Jahr.

Besonderheiten

Die Verjährung kann durch verschiedene Handlungen unterbrochen werden, etwa durch die Einleitung eines Strafverfahrens. In diesem Fall beginnt eine neue Verjährungsfrist zu laufen. Für Sexualstraftaten nach dem 25. Abschnitt gelten besondere Regelungen, die eine Verjährung deutlich verzögern oder ganz ausschließen.

Anwendungsbereich

Dieser Rechner dient zur Orientierung über die geltenden Verjährungsfristen. Für verbindliche rechtliche Auskünfte wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt oder die zuständige Behörde.

Häufige Fragen zu § 57 Verjährung

Wann verjährt eine Straftat nach § 57 StGB?

Die Verjährungsfrist hängt von der Strafdrohung ab: lebenslange Strafe verjährt nie, Freiheitsstrafe über 10 Jahre nach 20 Jahren, 5-10 Jahre nach 10 Jahren, 1-5 Jahre nach 5 Jahren, 6-12 Monate nach 3 Jahren, bis 6 Monate oder Geldstrafe nach 1 Jahr.

Was bedeutet der 25. Abschnitt?

Der 25. Abschnitt des StGB umfasst Sexualstraftaten. Handlungen aus diesem Abschnitt verjähren auch bei kürzeren Freiheitsstrafen nicht vor 20 Jahren.

Kann die Verjährung unterbrochen werden?

Ja, durch bestimmte Handlungen wie die Einleitung eines Strafverfahrens beginnt eine neue Verjährungsfrist zu laufen.

Was ist der Unterschied zwischen Verjährung der Strafbarkeit und Vollstreckbarkeit?

Die Verjährung der Strafbarkeit (§ 57) verhindert die Durchführung des Verfahrens selbst, während die Verjährung der Vollstreckbarkeit (§ 59) die Vollstreckung einer bereits verhängten Strafe verhindert.

Wie wirkt sich die Ersatzfreiheitsstrafe auf die Verjährung aus?

Die Ersatzfreiheitsstrafe verlängert die Verjährungsfrist um ein Drittel (§ 59 Abs. 4).

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