Berechnen Sie die Hemmung des Vertragsablaufs bei Schwangerschaft nach MSchG § 10a. Prüfen Sie den Wochengeldanspruch und das neue Vertragsende bei befristeten Dienstverhältnissen.
Rechtsgrundlage
- § 10a Mutterschutzgesetz (MSchG) (MSchG) ↗
Befristete Dienstverhältnisse — Hemmung des Ablaufs bei Schwangerschaft
Gültig ab: 1. 1. 2021
- § 3 Mutterschutzgesetz (MSchG) (MSchG) ↗
Beschäftigungsverbot
Gültig ab: 1. 1. 2021
- § 6 Mutterschutzgesetz (MSchG) (MSchG) ↗
Beschäftigungsverbot nach Entbindung
Gültig ab: 1. 1. 2021
Kurz zum Thema: Befristete Dienstverhältnisse und Mutterschutz nach MSchG § 10a
Mutterschutz bei befristeten Dienstverhältnissen
Das Mutterschutzgesetz (MSchG) enthält in § 10a besondere Regelungen für befristete Dienstverhältnisse. Wenn das Ende eines befristeten Vertrags in die Zeit einer Schwangerschaft oder in die ersten vier Monate nach einer Entbindung fällt, wird der Ablauf des Vertrags gehemmt.
Wirkung der Hemmung
Die Hemmung bedeutet, dass das Dienstverhältnis über das ursprünglich vereinbarte Vertragsende hinaus fortbesteht. Die Arbeitnehmerin behält ihren Anspruch auf Mutterschutzleistungen, insbesondere auf Wochengeld, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Wochengeldanspruch
Besteht das befristete Dienstverhältnis mindestens 6 Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin, besteht ein Anspruch auf Wochengeld. Der Rechner prüft anhand der eingegebenen Daten, ob ein Anspruch besteht und berechnet das neue Vertragsende.
Häufige Fragen zu befristeten Dienstverhältnissen nach MSchG § 10a
Wann wird der Ablauf eines befristeten Dienstverhältnisses gehemmt?
Nach MSchG § 10a wird der Ablauf des befristeten Dienstverhältnisses gehemmt, wenn der Ablauf in die Zeit einer Schwangerschaft oder in die ersten vier Monate nach der Entbindung fällt. Die Hemmung tritt automatisch ein, wenn die Schwangerschaft rechtzeitig gemeldet wird.
Was bedeutet Hemmung des Vertragsablaufs?
Bei Hemmung wird der Ablauf des befristeten Vertrags unterbrochen. Das Vertragsende verschiebt sich entsprechend nach hinten, sodass das Arbeitsverhältnis über das ursprüngliche Vertragsende hinaus fortbesteht, bis die Hemmungsfrist (Schwangerschaft + 4 Monate post partum) abgelaufen ist.
Wann besteht ein Anspruch auf Wochengeld?
Besteht das befristete Dienstverhältnis mindestens 6 Wochen vor dem Mutterschaftsgeld, besteht Anspruch auf Wochengeld. Der Rechner prüft, ob bei Hemmung des Ablaufs ein Wochengeldanspruch entsteht.
Was passiert, wenn ein Beschäftigungsverbot vorliegt?
Liegt ein Beschäftigungsverbot nach § 3 (während der Schwangerschaft) oder § 6 (nach Entbindung) vor, bleibt der Vergütungsanspruch bestehen. Der Rechner berücksichtigt diese Situation bei der Berechnung des neuen Enddatums.
Wie wird das neue Enddatum berechnet?
Das neue Enddatum verschiebt sich um den Zeitraum der Hemmung — die Dauer der Schwangerschaft bis zur Meldung plus die Zeit bis 4 Monate nach der Entbindung. Die Berechnung erfolgt automatisch anhand der eingegebenen Daten.