§ 16a MRG

Gemäß § 16a MRG sind Mietzinsanpassungsklauseln unwirksam, wenn sie eine Erhöhung des Hauptmietzinses für den Fall einer Änderung der gesetzlichen Vorschriften vorsehen und keine gerichtliche Genehmigung vorliegt.

Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Kurz zum Thema: Unwirksamkeit von Zinsanpassungsklauseln nach § 16a MRG

Das Mietrechtsgesetz (MRG) schützt Mieter vor unzulässigen Mietzinserhöhungen durch automatische Anpassungsklauseln. § 16a MRG normiert die Unwirksamkeit solcher Klauseln, die bei Gesetzesänderungen ohne gerichtliche Genehmigung eine Erhöhung des Hauptmietzinses vorsehen.

Schutzzweck der Regelung

Die Regelung dient dem Schutz des Mieters vor einseitigen Mietzinserhöhungen, die allein auf eine Änderung der gesetzlichen Vorschriften gestützt werden. Ohne gerichtliche Genehmigung ist eine solche Erhöhung unwirksam.

Gerichtliche Genehmigung

Eine gerichtliche Genehmigung kann erteilt werden, wenn die Mietzinsanpassung den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Das Gericht prüft die Vereinbarkeit mit den MRG-Vorschriften.

Folgen der Unwirksamkeit

Eine unwirksame Zinsanpassungsklausel führt dazu, dass die vereinbarte Mietzinserhöhung nicht geltend gemacht werden kann. Der bisherige Mietzins bleibt somit wirksam.

Häufige Fragen zu § 16a MRG — Unwirksamkeit von Zinsanpassungsklauseln

Wann ist eine Zinsanpassungsklausel unwirksam?

Vereinbarungen, die eine Erhöhung des Hauptmietzinses für den Fall einer Änderung der gesetzlichen Vorschriften vorsehen, sind unwirksam, wenn hiefür keine gerichtliche Genehmigung vorliegt.

Was regelt § 16a MRG im Detail?

§ 16a MRG regelt die Unwirksamkeit von Zinsanpassungsklauseln und Mietzinsvereinbarungen. Danach sind bestimmte Klauseln, die eine automatische Mietzinserhöhung bei Gesetzesänderungen vorsehen, ohne gerichtliche Genehmigung unwirksam.

Welche Mietzinsvereinbarungen sind gemeint?

Gemeint sind insbesondere Vereinbarungen, die bei Änderung der gesetzlichen Vorschriften über die Mietzinsbildung automatisch zu einer Erhöhung des Hauptmietzinses führen sollen.

Kann eine unwirksame Klausel nachträglich wirksam werden?

Eine unwirksame Klausel kann nur durch eine neue, wirksame Vereinbarung ersetzt werden. Eine nachträgliche Genehmigung heilt die Unwirksamkeit nicht rückwirkend.

Welche Rolle spielt die gerichtliche Genehmigung?

Die gerichtliche Genehmigung stellt sicher, dass die Mietzinserhöhung den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Ohne diese Genehmigung ist die Vereinbarung unwirksam.

Weitere Immobilien-Rechner

MRG § 16a Unwirksamkeit von Zinsanpassungsklauseln Rechner 2026 (AT) | RuleCalc | RuleCalc