Berechnen Sie die Kapitalertragsteuer (KESt) auf Ihre Kapitalerträge — 27,5% des Bruttoertrags.
Rechtsgrundlage
- § 27 Einkommensteuergesetz 1988 (EStG 1988) ↗
Kapitalerträge — KESt 27,5%
Gültig ab: 1. 1. 2026
Kurz zum Thema: Kapitalertragsteuer nach § 27 EStG 1988
Die Kapitalertragsteuer ist eine der wichtigsten Quellensteuern im österreichischen Steuerrecht. Sie erfasst Erträge aus Kapitalvermögen und wird direkt an der Quelle — also bei der auszahlenden Stelle — einbehalten. Für den Steuerpflichtigen ist sie damit abgegolten, es sei denn, er macht im Rahmen seiner Steuererklärung andere Berechnungsgrundlagen geltend.
Steuersatz 27,5%
Der Regelarifsatz für Kapitalerträge beträgt 27,5%. Dieser Satz gilt für die meisten Kapitalerträge — von Zinsen über Dividenden bis hin zu Kursgewinnen bei Aktienverkäufen. Die Steuer wird vom Bruttoertrag berechnet, also vor Abzug irgendwelcher Kosten.
Abgeltungswirkung
Die KESt hat Abgeltungswirkung: Sie ist grundsätzlich die endgültige Steuer auf den Kapitalertrag. Eine Steuererklärung muss nur eingereicht werden, wenn der Steuerpflichtige andere Einkünfte hat, die eine Neuberechnung erfordern, oder wenn er einen Antrag auf Grundlage des § 27a stellt.
§ 27a Sondertarif
§ 27a EStG bietet die Möglichkeit, statt des regulären 27,5%-Satzes den Sondertarif mit 30% zu wählen. In diesem Fall werden die Kapitalerträge zur Gänze von der Einkommensteuer befreit. Für Sparer mit niedrigen Erträgen kann dies vorteilhaft sein.
Häufige Fragen zur Kapitalertragsteuer
Was ist die Kapitalertragsteuer (KESt)?
Die Kapitalertragsteuer ist eine Quellensteuer auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Sie beträgt standardmäßig 27,5% des Bruttoertrags.
Wann wird die KESt automatisch abgezogen?
Die KESt wird von Banken, Versicherungen und anderen Kapitalzuflüssen automatisch einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Der Anleger erhält den Nettobetrag ausgezahlt.
Gibt es kapitalertragsteuerfreie Erträge?
Ja, bestimmte Erträge sind von der KESt befreit, z.B. Habenzinsen auf Sparbüchern bis zu bestimmten Beträgen oder bestimmte Investmentfondsanteile.
Kann ich mir die KESt zurückholen?
Wenn der Steuersatz zu hoch ist oder Befreiung vorliegt, kann im Rahmen der Steuererklärung eine Korrektur beantragt werden.
Was ist der Unterschied zu § 27a?
§ 27a regelt den Sondertarif mit der Möglichkeit, statt 27,5% KESt plus 4% Gutschrift den vollen Satz von 30% mit vollständiger Befreiung zu wählen.