Berechnen Sie den langfristigen Vermögensverlust durch Depot- und Fondsgebühren. Vergleichen Sie Ihr aktuelles Depot mit einem günstigen ETF und sehen Sie, wie viel Ihnen der Zinseszinseffekt über die Jahre kostet.
Depot-Kostenrechner – Einfluss auf Rendite
Rechtsgrundlage
- § 1 Investmentsteuergesetz (InvStG) ↗
Investmentfonds und Besteuerung
Gültig ab: 1. 1. 2018
- § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) ↗
Einkünfte aus Kapitalvermögen
Gültig ab: 1. 1. 2026
Depot-Gebühren: Der stille Renditekiller
Fondsgebühren und Depotkosten sind der größte kontrollierbare Faktorfür Ihre langfristige Anlagerendite. Während Marktrenditen schwanken, sind Kosten konstant — und sie wirken über den Zinseszinseffekt exponentiell. Ein Prozentpunkt mehr Kosten pro Jahr kann über 30 Jahre leicht 30–40 % des Endvermögens ausmachen.
TER — Total Expense Ratio
Die TER (Gesamtkostenquote) wird jährlich aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert die Rendite direkt. Günstige Welt-ETFs (z. B. MSCI World) haben eine TER von 0,10–0,22 %. Aktiv gemanagte Fonds verlangen dagegen häufig 1,5–2,0 % p.a. — das summiert sich über Jahrzehnte zu einem enormen Unterschied.
Depotgebühren
Neben der TER fallen bei einigen Banken Depotführungsgebühren an — als Pauschale oder als Prozentsatz des Depotvolumens. Bei Neobrokern (Trade Republic, Scalable Capital) entfallen diese meist komplett. Bei traditionellen Filialbanken können 30–100 € pro Jahr anfallen. Bei kleinen Depots fressen diese Kosten einen signifikanten Anteil der Rendite.
Der Zinseszins-Effekt bei Kosten
Kosten wirken nicht linear, sondern exponentiell: Jeder Euro, der für Gebühren abfließt, fehlt als Basis für zukünftiges Wachstum. Bei 50.000 € Startkapital und 300 €/Monat Sparrate macht der Unterschied zwischen 0,2 % und 1,5 % TER über 30 Jahre ca. 150.000 € Endvermögen aus — allein durch den Gebührenunterschied.
Handlungsempfehlung
Wechseln Sie zu einem kostenlosen Depot bei einem Neobroker und investieren Sie in breit gestreute ETFs mit niedriger TER (unter 0,30 %). Diese einfache Maßnahme spart über ein Anlegerleben leicht einen sechsstelligen Betrag. Nutzen Sie den Rechner oben, um den konkreten Unterschied für Ihre Situation zu berechnen.
Häufige Fragen zu Depot- und Fondsgebühren
Wie viel kosten hohe Fondsgebühren langfristig?
1 % mehr TER kostet über 30 Jahre bei 50.000 € Startkapital und 300 €/Monat Sparrate ca. 100.000 € an Endvermögen. Der Zinseszinseffekt macht Gebührenunterschiede drastisch teuer.
Was ist eine faire Depotgebühr für ETF-Anleger?
Viele Online-Neobroker bieten kostenfreie Depots. Traditionelle Banken verlangen 0,1–0,5 % p.a. oder eine Pauschale. Für langfristige Anleger ist ein kostenloses ETF-Depot klar besser.
Was ist die TER (Total Expense Ratio)?
Die TER gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds als Prozentsatz des verwalteten Vermögens an. Sie umfasst Management-, Verwaltungs- und Betriebskosten. Günstige ETFs haben eine TER von 0,05–0,30 %, aktive Fonds oft 1,0–2,0 %.
Sind ETFs immer günstiger als aktive Fonds?
In den meisten Fällen ja. Studien zeigen, dass über 90 % der aktiven Fonds nach Kosten ihren Vergleichsindex langfristig nicht schlagen. Die niedrigere TER von ETFs ist der Hauptgrund für die bessere Netto-Performance.
Wie wirkt sich eine Depotgebühr auf die Rendite aus?
Eine jährliche Depotgebühr von z. B. 50 € wirkt bei kleinen Depots (5.000 €) wie eine zusätzliche TER von 1 %. Bei größeren Depots (100.000 €) ist der Effekt minimal (0,05 %). Daher gilt: Depotgebühren vermeiden oder ein großes Depot aufbauen.