§ 1 InvStG, § 20 EStG

Berechnen Sie den langfristigen Vermögensverlust durch Depot- und Fondsgebühren. Vergleichen Sie Ihr aktuelles Depot mit einem günstigen ETF und sehen Sie, wie viel Ihnen der Zinseszinseffekt über die Jahre kostet.

Depot-Kostenrechner – Einfluss auf Rendite

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Letzte Aktualisierung: 17. 3. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Depot-Gebühren: Der stille Renditekiller

Fondsgebühren und Depotkosten sind der größte kontrollierbare Faktorfür Ihre langfristige Anlagerendite. Während Marktrenditen schwanken, sind Kosten konstant — und sie wirken über den Zinseszinseffekt exponentiell. Ein Prozentpunkt mehr Kosten pro Jahr kann über 30 Jahre leicht 30–40 % des Endvermögens ausmachen.

TER — Total Expense Ratio

Die TER (Gesamtkostenquote) wird jährlich aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert die Rendite direkt. Günstige Welt-ETFs (z. B. MSCI World) haben eine TER von 0,10–0,22 %. Aktiv gemanagte Fonds verlangen dagegen häufig 1,5–2,0 % p.a. — das summiert sich über Jahrzehnte zu einem enormen Unterschied.

Depotgebühren

Neben der TER fallen bei einigen Banken Depotführungsgebühren an — als Pauschale oder als Prozentsatz des Depotvolumens. Bei Neobrokern (Trade Republic, Scalable Capital) entfallen diese meist komplett. Bei traditionellen Filialbanken können 30–100 € pro Jahr anfallen. Bei kleinen Depots fressen diese Kosten einen signifikanten Anteil der Rendite.

Der Zinseszins-Effekt bei Kosten

Kosten wirken nicht linear, sondern exponentiell: Jeder Euro, der für Gebühren abfließt, fehlt als Basis für zukünftiges Wachstum. Bei 50.000 € Startkapital und 300 €/Monat Sparrate macht der Unterschied zwischen 0,2 % und 1,5 % TER über 30 Jahre ca. 150.000 € Endvermögen aus — allein durch den Gebührenunterschied.

Handlungsempfehlung

Wechseln Sie zu einem kostenlosen Depot bei einem Neobroker und investieren Sie in breit gestreute ETFs mit niedriger TER (unter 0,30 %). Diese einfache Maßnahme spart über ein Anlegerleben leicht einen sechsstelligen Betrag. Nutzen Sie den Rechner oben, um den konkreten Unterschied für Ihre Situation zu berechnen.

Häufige Fragen zu Depot- und Fondsgebühren

Wie viel kosten hohe Fondsgebühren langfristig?

1 % mehr TER kostet über 30 Jahre bei 50.000 € Startkapital und 300 €/Monat Sparrate ca. 100.000 € an Endvermögen. Der Zinseszinseffekt macht Gebührenunterschiede drastisch teuer.

Was ist eine faire Depotgebühr für ETF-Anleger?

Viele Online-Neobroker bieten kostenfreie Depots. Traditionelle Banken verlangen 0,1–0,5 % p.a. oder eine Pauschale. Für langfristige Anleger ist ein kostenloses ETF-Depot klar besser.

Was ist die TER (Total Expense Ratio)?

Die TER gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds als Prozentsatz des verwalteten Vermögens an. Sie umfasst Management-, Verwaltungs- und Betriebskosten. Günstige ETFs haben eine TER von 0,05–0,30 %, aktive Fonds oft 1,0–2,0 %.

Sind ETFs immer günstiger als aktive Fonds?

In den meisten Fällen ja. Studien zeigen, dass über 90 % der aktiven Fonds nach Kosten ihren Vergleichsindex langfristig nicht schlagen. Die niedrigere TER von ETFs ist der Hauptgrund für die bessere Netto-Performance.

Wie wirkt sich eine Depotgebühr auf die Rendite aus?

Eine jährliche Depotgebühr von z. B. 50 € wirkt bei kleinen Depots (5.000 €) wie eine zusätzliche TER von 1 %. Bei größeren Depots (100.000 €) ist der Effekt minimal (0,05 %). Daher gilt: Depotgebühren vermeiden oder ein großes Depot aufbauen.

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