Berechnen Sie die LKW-Maut für Ihre Strecke auf Bundesautobahn oder Bundesstraße. Unser Rechner verwendet die aktuellen Mautsätze nach § 3a BFStrMG — differenziert nach Gewichtsklasse und Emissionsklasse.
LKW-Maut Streckenberechnung 2026
Mautsätze nach § 3a BFStrMG — Bundesautobahn und Bundesstraße
Rechtsgrundlage
- § 3a Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) ↗
Mautsätze differenziert nach Gewichtsklasse, Emissionsklasse und Straßentyp
Gültig ab: 1. 1. 2024
- § 1 Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) ↗
Mautpflicht für Fahrzeuge ab 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht
Gültig ab: 1. 1. 2024
- § 3 Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) ↗
Mautsatz-Komponenten: Infrastruktur, Luftverschmutzung, Lärmbelastung, CO2-Emission
Gültig ab: 1. 1. 2024
LKW-Maut 2026 — Mautsätze, Berechnung und Regeln
LKW-Maut in Deutschland — Rechtsgrundlage § 3a BFStrMG
Die LKW-Maut ist eine streckenabhängige Gebühr für die Nutzung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen durch schwere Nutzfahrzeuge. Seit dem 1. Juli 2024 gilt die Mautpflicht für alle Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (zuvor 7,5 t). Rechtsgrundlage ist das Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG), insbesondere § 3a, der die Mautsätze differenziert nach Straßentyp, Gewichtsklasse und Emissionsklasse festlegt.
Differenzierte Mautsätze 2026
Die Mautsätze setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: Infrastrukturkosten, Luftverschmutzung, Lärmbelastung und seit Dezember 2023 einer CO₂-Differenzierungskomponente. Bundesautobahnen haben höhere Infrastrukturkosten als Bundesstraßen. Die drei Gewichtsklassen (7,5–12 t, 12–18 t, über 18 t) spiegeln die unterschiedliche Straßenabnutzung wider. Die Emissionsklasse beeinflusst den Aufschlag: Euro VI zahlt den Basissatz, schlechtere Klassen bis zu 20 % mehr.
Toll Collect — das Erhebungssystem
Die Mauterhebung erfolgt über Toll Collect: automatisch per On-Board Unit (OBU) oder manuell per Internetbuchung bzw. Mautstellen-Terminal. Die OBU nutzt GPS und Mobilfunk zur Streckenerfassung und berechnet die Maut in Echtzeit. Für Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 t gibt es eine vereinfachte Registrierung. Wer ohne gültige Mautbuchung fährt, riskiert Bußgelder von bis zu 20.000 €.
Ausnahmen und Befreiungen
Bestimmte Fahrzeuge sind von der Maut befreit: Fahrzeuge der Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, des Katastrophenschutzes sowie land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Handwerkerfahrzeuge unter 7,5 t waren bis Mitte 2024 ebenfalls befreit, müssen seither jedoch Maut zahlen. Emissionsfreie Fahrzeuge (Elektro, Wasserstoff) profitieren bis Ende 2025 von einer Befreiung der CO₂-Komponente.
Einnahmen und Verwendung
Die Mauteinnahmen fließen vollständig in die Bundesfernstraßen-Infrastruktur: Bau, Erhalt und Betrieb von Autobahnen und Bundesstraßen. 2025 wurden rund 9,4 Milliarden Euro eingenommen — ein Anstieg durch die Ausweitung auf Fahrzeuge ab 3,5 t und die CO₂-Komponente. Die Autobahn GmbH des Bundes verwaltet die Mittel und plant den Ausbau des Fernstraßennetzes.
Häufige Fragen zur LKW-Maut
Welche Fahrzeuge sind in Deutschland mautpflichtig?
Seit dem 1. Juli 2024 sind alle Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 3,5 Tonnen technisch zulässigem Gesamtgewicht mautpflichtig, die auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen unterwegs sind. Zuvor galt die Mautpflicht erst ab 7,5 Tonnen. Handwerkerfahrzeuge unter 7,5 t sind unter bestimmten Voraussetzungen befreit.
Wie unterscheiden sich die Mautsätze zwischen Autobahn und Bundesstraße?
Die Mautsätze auf Bundesstraßen sind deutlich niedriger als auf Bundesautobahnen. Beispielsweise beträgt der Basismautsatz für Fahrzeuge über 18 t auf der Autobahn 31,3 ct/km, auf Bundesstraßen dagegen nur 20,2 ct/km. Der Unterschied spiegelt die geringeren Infrastrukturkosten für Bundesstraßen wider.
Wie wirkt sich die Emissionsklasse auf die Maut aus?
Fahrzeuge mit Euro VI zahlen den Basissatz (Faktor 1,0). Euro V/EEV erhält einen Aufschlag von 5 %, Euro IV von 10 %, und Euro III oder schlechter zahlen 20 % mehr. Seit Dezember 2023 enthält die Maut zudem eine CO₂-Differenzierungskomponente, die emissionsarme Fahrzeuge bevorzugt.
Was kostet eine LKW-Fahrt von Hamburg nach München auf der Autobahn?
Die Strecke Hamburg–München beträgt ca. 790 km auf der Autobahn. Für einen über 18-Tonner mit Euro VI ergibt sich: 31,3 ct/km × 790 km = 247,27 €. Bei Euro III und schlechter wären es 37,56 ct/km × 790 km = 296,72 €. Die tatsächliche Maut hängt von der exakten Route und mautpflichtigen Streckenabschnitten ab.
Wie wird die LKW-Maut erhoben?
Die Maut wird über das Toll-Collect-System erhoben. Fahrzeuge nutzen entweder eine On-Board Unit (OBU), die die gefahrene Strecke automatisch erfasst, oder buchen manuell über Terminals an Tankstellen oder online. Seit 2024 ist die Registrierung bei Toll Collect für alle mautpflichtigen Fahrzeuge Pflicht.
Gibt es eine CO₂-Komponente in der Maut?
Ja — seit dem 1. Dezember 2023 enthält die LKW-Maut eine CO₂-Differenzierungskomponente nach § 3 BFStrMG. Emissionsfreie Fahrzeuge (z. B. Elektro-LKW) sind bis Ende 2025 von der CO₂-Komponente befreit. Ab 2026 zahlen auch sie einen reduzierten Satz. Die Höhe der CO₂-Komponente hängt von der Emissionsklasse ab.