§ 41a EStG

Welchen Anmeldezeitraum und welche Abgabefrist hat Ihr Unternehmen für die Lohnsteueranmeldung? § 41a EStG: monatlich (über 5.000 €/Jahr), vierteljährlich (1.080–5.000 €) oder jährlich (bis 1.080 €).

Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

  • § 41a Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 41a EStG — Lohnsteueranmeldung: monatlich (> 5.000 €), vierteljährlich (1.080–5.000 €), jährlich (≤ 1.080 €)

    Gültig ab: 1. 1. 2026

  • § 41b Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 41b EStG — Lohnsteuerbescheinigung: Jahresabschluss des Lohnsteuerabzugs, elektronische Übermittlung an Finanzbehörde bis 28.02. des Folgejahres

    Gültig ab: 1. 1. 2026

Lohnsteueranmeldung 2026 — § 41a EStG: Fristen und Anmeldezeitraum

Lohnsteueranmeldung nach § 41a EStG — Pflicht des Arbeitgebers

§ 41a EStG verpflichtet jeden Arbeitgeber zur regelmäßigen elektronischen Lohnsteueranmeldung beim Finanzamt. Die Anmeldung enthält die Summe der im Anmeldezeitraum einbehaltenen Lohnsteuer sowie den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Gleichzeitig ist die Lohnsteuer zu zahlen — die Anmeldung hat die Funktion einer Steueranmeldung (§ 167 Abs. 1 AO), die unmittelbar vollstreckbar ist.

Drei Anmeldezeiträume — Schwellenwerte

§ 41a Abs. 2 EStG staffelt nach der Höhe der Vorjahres-Lohnsteuer:Monatlich (Vorjahres-LSt über 5.000 €),vierteljährlich (1.080 € bis 5.000 €) oderjährlich (bis 1.080 €). Entscheidend ist die im vorangegangenen Kalenderjahr einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer. Bei Neugründungen schätzt das Finanzamt die voraussichtliche Lohnsteuer.

Abgabefrist: 10. des Folgemonats

§ 41a Abs. 1 EStG: Die Lohnsteueranmeldung ist spätestens am 10. des Folgemonats nach Ablauf des Lohnzahlungszeitraums abzugeben und die Lohnsteuer gleichzeitig zu zahlen. Bei monatlicher Anmeldung ist der März z.B. bis 10. April anzumelden. Bei vierteljährlicher Anmeldung ist Q1 (Januar–März) bis 10. April fällig. Liegt der 10. auf einem Wochenende oder Feiertag, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag.

ELSTER-Pflicht und technische Abwicklung

§ 41a Abs. 1 Satz 2 EStG: Die Lohnsteueranmeldung muss zwingend elektronisch über ELSTER übermittelt werden. Für den Zugang ist ein authentifiziertes ELSTER-Zertifikat erforderlich. Lohnbuchhaltungsprogramme (DATEV, Lexware etc.) übernehmen die Übermittlung automatisch. Eine Papier-Anmeldung ist nur in Ausnahmefällen auf Antrag möglich.

Jahresabschluss: Lohnsteuerbescheinigung § 41b EStG

Nach Ablauf des Kalenderjahres übermittelt der Arbeitgeber bis zum 28. Februar des Folgejahres die Lohnsteuerbescheinigung für jeden Arbeitnehmer elektronisch an die Finanzbehörde (§ 41b EStG). Die Bescheinigung enthält die Jahreswerte für Arbeitslohn, Lohnsteuer, SolZ, Kirchensteuer, Sozialversicherungsbeiträge und weitere steuerlich relevante Beträge.

Häufige Fragen zur Lohnsteueranmeldung § 41a EStG

Wann muss die Lohnsteueranmeldung monatlich abgegeben werden?

§ 41a Abs. 2 Satz 2 EStG: Monatliche Lohnsteueranmeldung ist erforderlich, wenn die Lohnsteuer im Vorjahr mehr als 5.000 € betragen hat. Die Abgabefrist ist der 10. des Folgemonats nach dem Lohnzahlungszeitraum (z.B. für März bis 10. April). Gleichzeitig ist die Lohnsteuer zu zahlen.

Ab wann reicht die vierteljährliche Anmeldung?

§ 41a Abs. 2 Satz 3 EStG: Bei Vorjahres-Lohnsteuer von 1.080 € bis 5.000 € ist die vierteljährliche Anmeldung ausreichend. Die Abgabefrist ist der 10. nach Ablauf des Quartals: 10. April (Q1), 10. Juli (Q2), 10. Oktober (Q3), 10. Januar (Q4).

Wann genügt die jährliche Lohnsteueranmeldung?

§ 41a Abs. 2 Satz 4 EStG: Bei Vorjahres-Lohnsteuer bis 1.080 € kann die Anmeldung jährlich erfolgen — Abgabefrist 10. Februar des Folgejahres. Diese Regelung gilt typischerweise für Kleinunternehmer mit sehr wenigen Mitarbeitern.

Welche Folgen hat eine verspätete Lohnsteueranmeldung?

§ 152 AO: Bei nicht rechtzeitiger Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von 0,25 % der festzusetzenden Steuer erheben (mind. 25 €, max. 25.000 €). Zusätzlich können Säumniszuschläge (§ 240 AO: 1 %/Monat) und im Extremfall Zwangsgelder anfallen. Eine steuerpflichtige Lohnsteuer ohne Anmeldung kann als Steuerverkürzung gewertet werden.

Wie erfolgt die Lohnsteueranmeldung technisch?

§ 41a Abs. 1 Satz 2 EStG: Die Lohnsteueranmeldung muss auf elektronischem Weg nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung übermittelt werden — über ELSTER (Authentifiziertes ELSTER) oder Lohnbuchhaltungssoftware. Eine Papierform ist nur ausnahmsweise (mit Sondergenehmigung) zulässig.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnsteueranmeldung und Lohnsteuerbescheinigung?

§ 41a EStG (Lohnsteueranmeldung) ist die unterjährige Voranmeldung der einbehaltenen Lohnsteuer an das Finanzamt — monatlich, vierteljährlich oder jährlich. § 41b EStG (Lohnsteuerbescheinigung) ist der Jahresabschluss: Der Arbeitgeber übermittelt bis 28. Februar des Folgejahres elektronisch die Lohnsteuerbescheinigung für jeden Arbeitnehmer an die Finanzbehörde.

Weitere Arbeitgeber-Rechner

Lohnsteueranmeldung § 41a EStG Rechner 2026 | RuleCalc | RuleCalc