§ 19 WoGG

Berechnen Sie Ihren Wohngeldbewilligungszeitraum und das geschätzte Wohngeld nach § 19 WoGG 2026 — Bewilligungsbeginn, 12-monatiger Zeitraum und Mietenhöchstbeträge nach Mietstufe.

Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2023 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Wohngeldbewilligung 2026 — § 19 WoGG: Bewilligungszeitraum und Mietenhöchstbeträge

§ 19 WoGG: Beginn und Dauer der Wohngeldbewilligung

§ 19 WoGG regelt den Bewilligungszeitraum für Wohngeld. Wohngeld wird ab dem ersten Tag des Antragsmonats gewährt — d.h. auch wenn der Antrag erst am letzten Tag des Monats gestellt wird, gilt er rückwirkend für den gesamten Monat. Der Bewilligungszeitraum beträgt grundsätzlich 12 Monate.

Mietenstufen und Höchstbeträge nach § 12 WoGG

Die 7 Mietstufen des Wohngeldgesetzes kategorisieren alle Gemeinden Deutschlands nach ihrem regionalen Mietpreisniveau. Je höher die Stufe, desto höher der anerkannte Mietenhöchstbetrag. Die tatsächliche Kaltmiete wird auf diesen Höchstbetrag begrenzt — Mietkosten darüber sind bei der Berechnung irrelevant.

Wohngeldreform 2023: Deutlich höhere Leistungen

Die Wohngeldreform zum 1. Januar 2023 brachte erhebliche Verbesserungen: Verdopplung des durchschnittlichen Wohngeldes, Ausweitung auf 2 Mio. Haushalte (von 600.000), Einführung einer Klimakomponente und eines Heizkostenzuschusses. Die Mietenhöchstbeträge wurden deutlich angehoben, um die gestiegenen Energiekosten zu berücksichtigen.

Antrag und Neuantrag: Pünktlichkeit entscheidet

Da Wohngeld frühestens ab dem Antragsmonat gewährt wird, lohnt es sich, früh zu beantragen. Für den Folgeantrag nach Ablauf der 12 Monate empfiehlt es sich, spätestens im letzten Bewilligungsmonat neu zu beantragen. Ändert sich die Haushaltssituation wesentlich (Umzug, Einkommensänderung, neue Haushaltsmitglieder), muss dies nach § 27 WoGG unverzüglich gemeldet werden.

Häufige Fragen zur Wohngeldbewilligung

Ab wann wird Wohngeld bewilligt?

Wohngeld wird nach § 19 WoGG ab dem ersten Tag des Monats bewilligt, in dem der Antrag gestellt wurde — rückwirkend für bereits abgelaufene Monate des gleichen Monats gilt es also nicht. Wer seinen Antrag am 15. März stellt, erhält Wohngeld ab dem 1. März. Der Bewilligungszeitraum beträgt 12 Monate.

Wie lange gilt der Wohngeldbescheid?

Der Bewilligungszeitraum beträgt nach § 19 WoGG 12 Monate. Nach Ablauf muss Wohngeld neu beantragt werden (Folgeantrag). Ändert sich die Situation während des Bewilligungszeitraums wesentlich (Einkommensänderung, Umzug, Haushaltsveränderung), muss dies unverzüglich mitgeteilt werden (§ 27 WoGG).

Was sind die Mietstufen beim Wohngeld?

Die 7 Mietstufen nach § 12 WoGG kategorisieren Gemeinden nach ihrem Mietpreisniveau: Stufe 1 (günstig, ländlich) bis Stufe 7 (sehr teuer, z.B. München, Frankfurt, Hamburg). Je höher die Mietstufe, desto höher der anerkannte Mietenhöchstbetrag und damit das mögliche Wohngeld.

Wer hat Anspruch auf Wohngeld?

Anspruch haben Mieter (Mietzuschuss § 3 WoGG) und Eigentümer (Lastenzuschuss § 4 WoGG) mit geringem Einkommen. Nicht anspruchsberechtigt sind Bezieher von Bürgergeld, Grundsicherung im Alter (SGB XII) oder Leistungen nach AsylbLG — diese sind vom Wohngeldbezug ausgeschlossen.

Wie hoch kann das Wohngeld maximal sein?

Die Höhe hängt von Haushaltsgröße, Mietstufe und Einkommen ab. Nach der Wohngeldreform 2023 wurden die Leistungen deutlich angehoben. In Hochpreisregionen (Stufe 7) können Haushalte mit mehreren Personen und niedrigem Einkommen mehrere hundert Euro monatlich erhalten. Der Rechner gibt eine vereinfachte Schätzung — für genaue Berechnung: Wohngeldstelle.

Weitere Wohngeld-Rechner

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