Wie viel Wohngeld steht Ihnen zu? Unser Rechner berechnet das monatliche Wohngeld nach der gesetzlichen Formel § 19 WoGG: W = 1,15 × (M − (a+b×M+c×Y) × Y) — transparent mit allen Zwischenschritten.
Rechtsgrundlage
- § 19 Wohngeldgesetz (WoGG) ↗
§ 19 WoGG — Berechnung des Wohngeldes: W = 1,15 × (M − (a + b×M + c×Y) × Y)
Gültig ab: 1. 1. 2023
- § 13 Wohngeldgesetz (WoGG) ↗
§ 13 WoGG — Jahreseinkommen: Definition und Freibeträge für Behinderung, Kinder, Alter
Gültig ab: 1. 1. 2023
Wohngeld berechnen 2026 — § 19 WoGG Grundformel erklärt
Wohngeldformel nach § 19 WoGG — W = 1,15 × (M − (a+b×M+c×Y) × Y)
Das monatliche Wohngeld wird nach der in § 19 Abs. 1 WoGG festgelegten Formel berechnet: W = 1,15 × (M − (a + b×M + c×Y) × Y). Dabei steht W für das monatliche Wohngeld, M für die anrechenbare Monatsmiete, Y für das anrechenbare Jahreseinkommen und a, b, c für haushaltsgrößenabhängige Koeffizienten aus Anlage 2 zu § 19 WoGG.
Koeffizienten a, b, c nach Anlage 2 WoGG
Die Koeffizienten a, b und c bestimmen, wie stark das Einkommen Y das Wohngeld mindert. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto niedriger sind die Koeffizienten — das bedeutet: Größere Haushalte erhalten bei gleichem Einkommen mehr Wohngeld. Für einen 1-Personen-Haushalt gelten: a = 0,000046, b = 0,000076, c = 0,000037. Für einen 5-Personen-Haushalt: a = 0,000020, b = 0,000044, c = 0,000019.
Anrechenbares Jahreseinkommen nach §§ 13–16 WoGG
Das Jahreseinkommen Y wird nicht einfach als Bruttoeinkommen angesetzt. §§ 13–16 WoGG sehen mehrere Freibeträge und Abzüge vor: Freibetrag bei Behinderung (GdB ≥ 100 oder Merkzeichen: 4.500 €), Kinderfreibetrag (750 € je Kind), Altersfreibetrag für Personen über 60 mit Rente oder Pension (4.500 €). Nach Abzug dieser Freibeträge wird ein pauschaler Abzug von 30 % (§ 16 WoGG) für Steuern und Sozialversicherung vorgenommen. Das Ergebnis ist Y.
Heizkostenzuschuss im Faktor 1,15
Der Multiplikator 1,15 in der Formel entspricht einem integrierten Heizkostenzuschuss von 15 %. Mit der WoGG-Reform 2023 wurde dieser pauschale Zuschlag direkt in die Berechnung eingebaut, um dem stark gestiegenen Energiepreisniveau Rechnung zu tragen. Vorher gab es separate Heizkostenzuschüsse (HeizkZuschG 2022).
Praxisbeispiel
Ein 2-Personen-Haushalt mit anrechenbarer Miete M = 500 €/Monat und Jahreseinkommen Y = 15.000 €: a = 0,000038, b = 0,000066, c = 0,000031. Innerer Ausdruck: (0,000038 + 0,000066×500 + 0,000031×15.000) × 15.000 = (0,000038 + 0,033 + 0,465) × 15.000 ≈ 7,47. Dann: W = 1,15 × (500 − 7,47) ≈ 1,15 × 492,53 ≈ 567 €/Monat. Dieses Beispiel zeigt, dass das Wohngeld erheblich sein kann und sich ein Antrag bei der zuständigen Wohngeldbehörde lohnt.
Häufige Fragen zur Wohngeldberechnung nach § 19 WoGG
Wie lautet die Wohngeldformel nach § 19 WoGG?
§ 19 Abs. 1 WoGG legt fest: W = 1,15 × (M − (a + b×M + c×Y) × Y). Dabei ist W das monatliche Wohngeld, M die anrechenbare Monatsmiete, Y das anrechenbare Jahreseinkommen, und a, b, c sind Koeffizienten, die von der Haushaltsgröße abhängen. Das Ergebnis wird auf volle Euro gerundet. Ist das Ergebnis negativ, besteht kein Wohngeldanspruch.
Was sind die Koeffizienten a, b und c?
Die Koeffizienten a, b, c sind in Anlage 2 zu § 19 WoGG tabelliert und richten sich nach der Haushaltsgröße. Für 1 Person gilt: a=0,000046, b=0,000076, c=0,000037. Mit wachsender Haushaltsgröße sinken die Koeffizienten, was bei gleichem Einkommen und gleicher Miete zu einem höheren Wohngeld führt — größere Haushalte werden stärker gefördert.
Was ist das anrechenbare Jahreseinkommen Y?
§ 13–15 WoGG regeln die Einkommensermittlung: Ausgangspunkt ist das Bruttoeinkommen. Dann werden Freibeträge abgezogen (Behinderung: bis 4.500 €, Kinder: 750 €/Kind, Alter 60+: 4.500 €). Anschließend wird ein pauschaler Abzug von 30 % für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge vorgenommen (§ 16 WoGG). Das Ergebnis ist das anrechenbare Jahreseinkommen Y.
Was ist die anrechenbare Monatsmiete M?
M ist die tatsächliche Bruttokaltmiete, begrenzt auf den Miethöchstbetrag nach § 12 WoGG. Liegt Ihre Miete über dem Höchstbetrag, wird nur der Höchstbetrag als M eingesetzt. Die Miethöchstbeträge richten sich nach der Mietenstufe Ihrer Gemeinde (I–VI) und der Haushaltsgröße.
Warum wird das Wohngeld mit dem Faktor 1,15 multipliziert?
§ 19 Abs. 1 WoGG sieht den Faktor 1,15 vor, um einen pauschalen Heizkostenzuschuss zu integrieren. Mit der WoGG-Reform 2023 wurde dieser Heizkostenbetrag direkt in die Formel eingebaut, statt ihn getrennt auszuweisen. Der Faktor 1,15 entspricht einem Heizkosten-Aufschlag von 15 % auf den errechneten Grundbetrag.
Ab wann erlischt der Wohngeldanspruch?
Ein Wohngeldanspruch erlischt, wenn das bereinigte Jahreseinkommen so hoch ist, dass die Formel ein negatives oder Null-Ergebnis liefert. Die genaue Einkommensgrenze hängt von Haushaltsgröße und Miete ab. Typische Richtwerte: Singles bis ca. 14.000 €/Jahr (je nach Mietenstufe), 4-Personen-Haushalte bis ca. 27.000 €/Jahr. Diese Werte variieren je nach tatsächlicher Miete.