ETF-Sparplan-Rechner 2026: Simulieren Sie die Entwicklung Ihres ETF-Portfolios. Geben Sie monatliche Sparrate, Anlagedauer, erwartete Rendite, Fondskosten (TER) und Inflation ein — der Rechner berechnet Endkapital, Kaufkraft und Gewinn.

ETF-Sparplan-Rechner 2026

Rendite, Inflation und Fondskosten berücksichtigt

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Letzte Aktualisierung: 15. 3. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Kurz zum Thema: ETF-Sparplan 2026

Exchange Traded Funds (ETFs) haben sich in den letzten Jahren zum beliebtesten Anlageinstrument für private Anleger in Deutschland entwickelt. Ein ETF-Sparplan ermöglicht es, regelmäßig einen festen Betrag in breit gestreute Aktienindizes wie den MSCI World, den FTSE All-World oder den S&P 500 zu investieren. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds bilden ETFs einen Index passiv nach und haben daher deutlich geringere Kosten — die Total Expense Ratio (TER) liegt bei den günstigsten Welt-ETFs unter 0,2 % pro Jahr.

Zinseszinseffekt und Anlagedauer

Der Schlüssel zum Vermögensaufbau mit einem ETF-Sparplan ist der Zinseszinseffekt. Erträge werden automatisch reinvestiert und erwirtschaften ihrerseits Rendite. Je länger der Anlagehorizont, desto stärker wirkt dieser Effekt. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 % pro Jahr verdoppelt sich das investierte Kapital ungefähr alle 10 Jahre. Wer mit 25 Jahren beginnt, monatlich 300 € zu investieren, hat mit 55 Jahren bei historisch durchschnittlicher Rendite ein Vermögen von über 350.000 € — bei Einzahlungen von nur 108.000 €. Der Großteil des Endkapitals stammt also aus dem Zinseszinseffekt.

Inflation und reale Kaufkraft

Die nominale Rendite allein ist wenig aussagekräftig, wenn die Inflation das Geld entwertet. Bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 % pro Jahr (EZB-Ziel) verliert Geld in 30 Jahren etwa 45 % seiner Kaufkraft. Unser Rechner berücksichtigt dies und zeigt neben dem nominalen Endkapital auch den realen Wert — also was Sie sich mit dem Geld in heutiger Kaufkraft tatsächlich leisten können. Die Differenz zwischen nominalem und realem Endkapital verdeutlicht die Wichtigkeit einer positiven Realrendite (Rendite abzüglich Inflation und Kosten).

Kosten: Der stille Renditekiller

Fondskosten (TER) scheinen auf den ersten Blick gering, wirken sich durch den Zinseszinseffekt aber erheblich auf das Endkapital aus. Ein Unterschied von nur 1 Prozentpunkt in den jährlichen Kosten kann bei 30 Jahren Anlagedauer und 300 € monatlicher Sparrate einen Unterschied von über 60.000 € im Endkapital ausmachen. Achten Sie daher auf günstige ETFs mit einer TER von maximal 0,3 %. Die großen ETF-Anbieter (iShares, Vanguard, Xtrackers, Amundi) bieten vergleichbare Produkte zu unterschiedlichen Preisen an — ein Vergleich lohnt sich. Zusätzlich zur TER fallen bei einigen Brokern Ordergebühren pro Sparplanausführung an, die ebenfalls die Rendite schmälern.

Steuerliche Behandlung

In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Seit 2018 gilt für thesaurierende ETFs die Vorabpauschale, die einen Teil der Steuerlast bereits während der Haltedauer abführt. Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person (2.000 € bei Ehepaaren). ETF-Erträge profitieren zudem von einer Teilfreistellung: Bei Aktienfonds werden 30 % der Erträge steuerfrei gestellt. Unser Rechner zeigt den Gewinn vor Steuern — für eine Nachsteuer-Berechnung nutzen Sie unseren Abgeltungsteuer-Rechner.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rendite ist bei einem ETF-Sparplan realistisch?

Breit gestreute Aktien-ETFs auf den MSCI World erzielten historisch ca. 7–8 % Rendite pro Jahr vor Inflation. Für konservativere Schätzungen empfiehlt sich ein Wert von 5–6 %. Vergangene Renditen sind jedoch keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Was bedeutet TER (Total Expense Ratio)?

Die TER ist die jährliche Gesamtkostenquote eines ETF. Sie umfasst Verwaltungsgebühren, Lizenzkosten und operative Kosten. Günstige Welt-ETFs haben eine TER von 0,1–0,3 %, während aktiv verwaltete Fonds oft 1,5 % oder mehr kosten.

Warum ist das Endkapital in Kaufkraft geringer als nominal?

Die Inflation entwertet das Geld über die Zeit. Ein nominales Endkapital von 300.000 € hat nach 30 Jahren bei 2 % Inflation eine reale Kaufkraft von nur etwa 166.000 €. Der Rechner zeigt Ihnen beide Werte, damit Sie die tatsächliche Wertsteigerung einschätzen können.

Wie wirkt sich der Zinseszinseffekt auf den Sparplan aus?

Der Zinseszinseffekt ist der wichtigste Wachstumstreiber bei langfristigen Sparplänen. Die Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften ihrerseits Erträge. Bei 300 € monatlich über 30 Jahre mit 7 % Rendite zahlen Sie 108.000 € ein — das Endkapital übersteigt aber 350.000 €. Je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt.

Werden Steuern im Ergebnis berücksichtigt?

Nein, der Rechner zeigt den Gewinn vor Steuern. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (und ggf. Kirchensteuer) an. Bei ETFs greift seit 2018 die Vorabpauschale. Nutzen Sie den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Ehepaaren), um einen Teil steuerfrei zu stellen.

Was ist besser — Einmalanlage oder Sparplan?

Statistisch betrachtet ist eine Einmalanlage langfristig leicht überlegen (Time in the market beats timing the market). Für die meisten Anleger ist ein Sparplan jedoch praktikabler: regelmäßige Einzahlungen nutzen den Cost-Average-Effekt und reduzieren das Risiko, zum ungünstigsten Zeitpunkt alles auf einmal anzulegen.

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