Vergleichen Sie GKV und PKV: Berechnen Sie Ihren GKV-Beitrag (AN-Anteil 8,15%) und eine PKV-Schätzung nach Alter und Gesundheitszustand. Beitragsbemessungsgrenze 2025: 5.512,50 €/Monat.
GKV vs. PKV Vergleich Rechner 2025
GKV- und PKV-Beiträge vergleichen (SGB V § 241)
Rechtsgrundlage
- § 220 Sozialgesetzbuch V (SGB V) ↗
Grundsätze der Beitragserhebung in der gesetzlichen Krankenversicherung
Gültig ab: 1. 1. 2025
- § 241 Sozialgesetzbuch V (SGB V) ↗
Allgemeiner Beitragssatz 14,6% + Durchschnittszusatzbeitrag 1,7% (2025)
Gültig ab: 1. 1. 2025
GKV vs. PKV 2025: Was ist günstiger?
Die Wahl zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) ist eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen für Arbeitnehmer in Deutschland. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile — die richtige Wahl hängt von Einkommen, Alter, Gesundheitszustand und familiärer Situation ab.
GKV: einkommensabhängige Beiträge
In der gesetzlichen Krankenversicherung richten sich die Beiträge nach dem Bruttogehalt. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6%, dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag (Ø 1,7% in 2025). Je Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen beide die Hälfte — der AN-Anteil beträgt damit 8,15% des beitragspflichtigen Einkommens. Die Beiträge sind nach oben auf die Beitragsbemessungsgrenze von 5.512,50 €/Monat (2025) begrenzt.
PKV: gesundheits- und altersabhängige Beiträge
In der privaten Krankenversicherung orientiert sich der Beitrag am Eintrittsalter und Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Versicherungsbeginns. Junge, gesunde Personen zahlen deutlich weniger als in der GKV. Mit dem Alter steigen die PKV-Beiträge jedoch erheblich. Vorerkrankungen können Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse zur Folge haben.
Familienversicherung: großer Vorteil der GKV
Ein wesentlicher Vorteil der GKV ist die kostenlose Familienversicherung: Kinder und Ehepartner ohne eigenes wesentliches Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. In der PKV muss jedes Familienmitglied separat versichert werden — bei 3 Kindern können so schnell 500–800 € zusätzlicher Monatsbeitrag entstehen. Für Familien ist die GKV daher trotz höherem Einzel-Beitrag oft günstiger.
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2025
Arbeitnehmer dürfen nur dann in die PKV wechseln, wenn ihr regelmäßiges Jahresbruttogehalt die JAEG von 66.150 € (2025) übersteigt. Selbständige und Beamte können unabhängig davon in die PKV. Sinkt das Einkommen unter die JAEG, wird man wieder GKV-pflichtversichert — der Rückweg aus der PKV ist dann möglich.
Häufige Fragen zu GKV und PKV
Ab wann lohnt sich die PKV?
PKV lohnt sich tendenziell für junge, gesunde Gutverdiener, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 66.150 € (2025) verdienen. Für Familien mit Kindern oder einem nicht erwerbstätigen Partner ist die GKV durch die kostenlose Familienversicherung oft deutlich günstiger. Mit dem Alter steigen PKV-Beiträge erheblich.
Was ist der Zusatzbeitrag in der GKV 2025?
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz beträgt 2025 ca. 1,7% (Empfehlung Bundesregierung). Der allgemeine Beitragssatz bleibt bei 14,6%. Zusammen ergibt sich ein Gesamtsatz von ca. 16,3%, wovon AN und AG je 8,15% tragen. Einzelne Krankenkassen können mehr oder weniger Zusatzbeitrag erheben.
Kann man von PKV zur GKV wechseln?
Wechsel von PKV zurück in die GKV ist schwierig: Entweder das Einkommen muss dauerhaft unter die JAEG sinken (dann Pflichtversicherung), die Selbständigkeit aufgegeben werden oder man muss mindestens 55 Jahre alt sein und die GKV-Wartezeit erfüllen. Mit 55+ ist ein Wechsel fast unmöglich.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze GKV 2025?
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der GKV liegt 2025 bei 5.512,50 €/Monat (66.150 €/Jahr). Bis zu diesem Betrag werden Beiträge berechnet. Bei Gehalt über der BBG wird der Beitrag nicht weiter erhöht — damit ist der maximale GKV-Beitrag AN = 5.512,50 × 8,15% = 449,27 €/Monat.
Welche Leistungsunterschiede gibt es zwischen GKV und PKV?
PKV bietet häufig bessere Leistungen: Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus, kürzere Wartezeiten auf Facharzttermine, Sehhilfen, größeres Leistungsspektrum. Die GKV bietet hingegen Familienversicherung (kostenlose Mitversicherung von Kindern und Ehepartnern ohne eigenes Einkommen) und beitragsunabhängige Leistungen.