§ 9 ArbZG, § 3 BUrlG

Berechnen Sie die Arbeitstage für 2026 in Ihrem Bundesland. Der Rechner berücksichtigt alle gesetzlichen Feiertage — bundesweite und landesspezifische. Wählen Sie Ihr Bundesland und die Arbeitstage pro Woche (5 oder 6 Tage) für eine präzise Berechnung für Gehaltsabrechnung, Urlaubsplanung oder Steuererklärung.

Arbeitstage-Rechner 2026

Gesetzliche Feiertage je Bundesland — Arbeitstage für Gehaltsabrechnung

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Letzte Aktualisierung: 15. 3. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Kurz zum Thema

Die Berechnung der Arbeitstage ist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Deutschland von großer praktischer Bedeutung. Sie bildet die Grundlage für Gehaltsabrechnungen bei Tagessätzen, für die Umrechnung des Urlaubsanspruchs, für die Pendlerpauschale in der Einkommensteuererklärung und für die betriebliche Kapazitätsplanung. In Deutschland gibt es kein einheitliches Feiertagsgesetz auf Bundesebene — die Regelung der gesetzlichen Feiertage liegt bei den Bundesländern, was zu unterschiedlichen Arbeitstagen je nach Standort führt.

Bundesweite und landesspezifische Feiertage

Neun Feiertage gelten in allen 16 Bundesländern: Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, erster und zweiter Weihnachtstag. Darüber hinaus haben die Länder eigene Feiertage eingeführt. Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt feiern Heilige Drei Könige am 6. Januar. Fronleichnam gilt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Der Reformationstag am 31. Oktober ist seit 2018 in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Sachsen ist das einzige Land, das den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag beibehalten hat. Berlin hat 2019 den Internationalen Frauentag am 8. März als Feiertag eingeführt, Thüringen den Weltkindertag am 20. September.

Arbeitstage und Urlaubsanspruch

Das Bundesurlaubsgesetz (§ 3 BUrlG) gewährt einen Mindesturlaub von 24 Werktagen pro Jahr bei einer 6-Tage-Woche. Bei der heute üblichen 5-Tage-Woche entspricht dies 20 Arbeitstagen. Viele Tarifverträge und Arbeitsverträge gewähren mehr Urlaub — üblich sind 28 bis 30 Arbeitstage. Die Kenntnis der tatsächlichen Arbeitstage ist wichtig, um den Urlaubsanspruch bei unterjährigem Eintritt oder Austritt korrekt zu berechnen: Pro vollem Beschäftigungsmonat entsteht ein Anspruch von einem Zwölftel des Jahresurlaubs. Bei Teilzeitkräften wird der Urlaub entsprechend der Arbeitstage pro Woche umgerechnet.

Besonderheiten 2026

Das Jahr 2026 beginnt an einem Donnerstag, was sich auf die Verteilung der Arbeitstage über die Monate auswirkt. Bemerkenswert ist, dass der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie der 2. Weihnachtstag am 26. Dezember beide auf einen Samstag fallen und somit für Arbeitnehmer mit 5-Tage-Woche keinen zusätzlichen freien Tag bringen. Auch der Reformationstag (31. Oktober) fällt auf einen Samstag. Positiv wirken sich dagegen die Brückentage-freundlichen Termine von Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai) und Fronleichnam (Donnerstag, 4. Juni) aus — ein Brückentag am Freitag ergibt jeweils ein langes Wochenende. Der 1. Mai (Freitag), Karfreitag (3. April) und der 1. Weihnachtstag (Freitag, 25. Dezember) sorgen für drei zusätzliche verlängerte Wochenenden.

Häufig gestellte Fragen zu Arbeitstagen 2026

Wie viele Arbeitstage hat das Jahr 2026 in Deutschland?

Das Jahr 2026 hat 365 Kalendertage und 261 Werktage (Montag bis Freitag) bei einer 5-Tage-Woche. Die tatsächliche Anzahl der Arbeitstage hängt vom Bundesland ab, da die Zahl der gesetzlichen Feiertage variiert. In Bundesländern mit wenigen Feiertagen (z. B. Hamburg, Berlin) sind es ca. 254 Arbeitstage, in Bayern oder Baden-Württemberg mit mehr Feiertagen ca. 252 Arbeitstage. Urlaubs- und Krankheitstage sind hierbei noch nicht abgezogen.

Welche Bundesländer haben die meisten Feiertage 2026?

Bayern und Baden-Württemberg haben traditionell die meisten gesetzlichen Feiertage in Deutschland. In 2026 profitieren diese Länder von Heilige Drei Könige (6. Januar, Dienstag) und Fronleichnam (4. Juni, Donnerstag) als zusätzliche Feiertage auf Werktagen. Allerdings fallen einige Feiertage wie der Reformationstag (Samstag) und Allerheiligen (Sonntag) in 2026 auf Wochenenden und bringen somit keinen zusätzlichen freien Arbeitstag.

Wozu brauche ich die Anzahl der Arbeitstage?

Die Anzahl der Arbeitstage wird für verschiedene Berechnungen benötigt: Für die Gehaltsabrechnung bei Teilzeitkräften mit Tagessatz, für die Urlaubsplanung (Umrechnung von Werktagen in Arbeitstage), für die Steuererklärung (Pendlerpauschale basiert auf tatsächlichen Arbeitstagen), für die Berechnung von Kurzarbeitergeld und für die betriebliche Kapazitätsplanung. Arbeitgeber nutzen die Arbeitstage auch zur Berechnung von Pro-rata-Gehältern bei Ein- oder Austritt während des Monats.

Was ist der Unterschied zwischen Werktagen und Arbeitstagen?

Werktage sind alle Tage, die keine Sonn- oder Feiertage sind — bei einer 6-Tage-Woche also Montag bis Samstag, bei einer 5-Tage-Woche Montag bis Freitag. Arbeitstage sind die Tage, an denen tatsächlich gearbeitet wird, also Werktage abzüglich gesetzlicher Feiertage, Urlaub und Krankheitstage. Im Bundesurlaubsgesetz (§ 3 BUrlG) wird der Mindesturlaub in Werktagen angegeben: 24 Werktage bei 6-Tage-Woche, was 20 Arbeitstagen bei 5-Tage-Woche entspricht.

Welche gesetzlichen Feiertage gelten in ganz Deutschland?

In ganz Deutschland gelten neun gesetzliche Feiertage: Neujahr (1. Januar), Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit (1. Mai), Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober), 1. Weihnachtstag (25. Dezember) und 2. Weihnachtstag (26. Dezember). Alle weiteren Feiertage sind landesspezifisch geregelt, wie Heilige Drei Könige (BW, BY, ST), Fronleichnam (BW, BY, HE, NW, RP, SL), Reformationstag (BB, HB, HH, MV, NI, SN, ST, SH, TH) und Buß- und Bettag (nur SN).

Fallen 2026 viele Feiertage auf Wochenenden?

Ja, 2026 ist für Arbeitnehmer kein besonders günstiges Jahr: Der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) fällt auf einen Samstag, der 2. Weihnachtstag (26. Dezember) ebenfalls auf einen Samstag. Auch der Reformationstag (31. Oktober) fällt auf einen Samstag, Allerheiligen (1. November) auf einen Sonntag, und der Internationale Frauentag in Berlin (8. März) auf einen Sonntag. Dafür liegen Karfreitag, Tag der Arbeit und der 1. Weihnachtstag günstig auf Freitagen, was lange Wochenenden ermöglicht.

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