§ 736 BGB

Berechnen Sie die Abwicklungsquote und den Anteil pro Gesellschafter nach § 736 BGB. Beruecksichtigt Gesamtschulden, liquides Vermögen und Anzahl der Gesellschafter.

Letzte Aktualisierung: 26. 4. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Kurz zum Thema

Bei der Auflösung einer Gesellschaft des buergerlichen Rechts wird diese liquidiert. Das bedeutet, dass alle Vermögenswerte der Gesellschaft in Geld umgewandelt werden (Realisierung), alle Schulden beglichen werden und das verbleibende Vermögen unter den Gesellschaftern verteilt wird. § 736 BGB regelt diese Liquidation.

Abwicklungsquote

Die Abwicklungsquote gibt an, welcher Anteil des Gesellschaftsvermoegens nach Begleichung aller Schulden für die Gesellschafter verbleibt. Eine Quote von 80 % bedeutet beispielsweise, dass 20 % des Vermögens durch die Schulden gebunden sind und nicht ausgeschüttet werden können.

Verteilung des Restvermögens

Nach Begleichung aller Verbindlichkeiten wird das restliche Vermögen unter den Gesellschaftern verteilt. Bei gleichen Anteilen erhält jeder Gesellschafter den gleichen Betrag. Bei unterschiedlichen Beteiligungsquoten erfolgt die Verteilung entsprechend dem Verhältnis der Anteile.

Negative Quote und Fehlbetrag

Wenn die Gesamtschulden höher sind als das liquide Vermögen, entsteht ein Fehlbetrag. Dieser muss von den Gesellschaftern im Innenverhältnis nach ihrem Anteil aufgebracht werden. Im Außenverhältnis haften sie gegenüber den Gläubigern unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Haeufig gestellte Fragen zur Liquidation

Was ist die Abwicklungsquote?

Die Abwicklungsquote zeigt, welcher Prozentsatz des Gesellschaftsvermoegens nach Begleichung aller Schulden fuer die Gesellschafter verbleibt. Eine Quote von 100 % bedeutet, dass alle Verbindlichkeiten vollstaendig gedeckt sind und das volle Restvermoegen verteilt werden kann.

Wie wird die Quote berechnet?

Die Abwicklungsquote ergibt sich aus dem liquiden Vermögen nach Schuldentilgung geteilt durch die Gesamtschulden. Bei einer Quote über 100 % ist das Vermögen höher als die Schulden. Bei unter 100 % reicht das Vermögen nicht zur vollständigen Deckung.

Was passiert bei einer Quote unter 100 %?

Wenn die Quote unter 100 % liegt, müssen die Gesellschafter im Innenverhältnis für den Fehlbetrag aufkommen. Im Außenverhältnis haften sie unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen für die остаточные Schulden.

Wie wird der Anteil pro Gesellschafter berechnet?

Der Anteil pro Gesellschafter ergibt sich aus dem liquiden Vermögen nach Schuldentilgung geteilt durch die Anzahl der Gesellschafter. Jeder Gesellschafter erhlt somit den gleichen Anteil am verbleibenden Vermögen.

Wann spricht man von Liquidationsvermoegen?

Liquidationsvermögen ist das Vermögen, das nach Begleichung aller Gesellschaftsschulden verbleibt. Es wird durch die Liquidation der Gesellschaft realisiert und unter den Gesellschaftern verteilt.

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