Berechnen Sie Ihr Teilzeit-Bruttogehalt und den monatlichen Gehaltsunterschied bei Arbeitszeitreduzierung. Das Ergebnis basiert auf dem gesetzlichen Pro-rata-temporis-Grundsatz nach § 4 TzBfG.
Teilzeitquote Rechner 2026
Teilzeit-Gehalt und Gehaltsunterschied berechnen — § 8 TzBfG
Rechtsgrundlage
- § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ↗
Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit
Gültig ab: 1. 1. 2001
- § 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ↗
Diskriminierungsverbot Teilzeit — pro-rata-temporis-Grundsatz
Gültig ab: 1. 1. 2001
Teilzeitarbeit in Deutschland: Rechte, Gehalt und Konsequenzen
Teilzeitarbeit ist in Deutschland weit verbreitet: Rund 30 % der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) schützt Teilzeitbeschäftigte vor Diskriminierung und schafft klare Rechte bei der Arbeitszeitreduzierung.
Gesetzlicher Anspruch auf Teilzeit — § 8 TzBfG
Seit 2001 haben Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit: Das Arbeitsverhältnis muss mindestens 6 Monate bestehen, und der Betrieb muss mehr als 15 Mitarbeiter haben. Der Antrag ist spätestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn schriftlich zu stellen. Der Arbeitgeber kann nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.
Gehalt in Teilzeit — pro-rata-temporis
Nach § 4 Abs. 1 TzBfG dürfen Teilzeitbeschäftigte nicht schlechter behandelt werden als Vollzeitkräfte — es sei denn, sachliche Gründe rechtfertigen eine unterschiedliche Behandlung. Das Gehalt wird streng proportional berechnet: Vollzeit-Gehalt × (Teilzeit-Stunden / Vollzeit-Stunden). Wer von 40 auf 30 Wochenstunden reduziert, erhält 75 % des bisherigen Bruttogehalts.
Auswirkungen auf Sozialversicherung und Steuern
Mit niedrigerem Gehalt sinken auch die Sozialversicherungsbeiträge und die Einkommensteuer. Netto geht daher oft weniger verloren als brutto. Wer von 4.000 € auf 3.000 € Brutto geht, verliert netto typischerweise nur 600–700 € statt der nominalen 1.000 €. Für die langfristige Rentenhöhe ist die Arbeitszeitreduzierung allerdings dauerhaft wirksam.
Brücken-Teilzeit: zeitlich befristete Reduzierung
Seit 2019 gibt es die Brücken-Teilzeit (§ 9a TzBfG): In Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeitern können Arbeitnehmer die Arbeitszeit für 1 bis 5 Jahre verringern und danach automatisch zurückkehren. Das löst das Problem fehlender Rückkehransprüche bei unbefristeter Teilzeit.
Häufige Fragen zur Teilzeitquote
Habe ich einen Anspruch auf Teilzeit?
Ja, nach § 8 TzBfG haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit, wenn das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht und der Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt. Der Arbeitgeber kann nur bei dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Der Antrag muss mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn gestellt werden.
Wie wird das Teilzeit-Gehalt berechnet?
Das Teilzeit-Gehalt wird proportional zur Arbeitszeit berechnet: Vollzeit-Gehalt × (Teilzeit-Stunden / Vollzeit-Stunden). Wer von 40 auf 30 Stunden reduziert, erhält 75 % des bisherigen Gehalts. Dieses Pro-rata-temporis-Prinzip ist durch § 4 TzBfG gesetzlich vorgeschrieben.
Kann ich nach Teilzeit wieder auf Vollzeit zurückkehren?
Einen gesetzlichen Anspruch auf Rückkehr zur Vollzeit gibt es nur in bestimmten Fällen (z. B. nach Elternzeit). Haben Sie eine zeitlich befristete Teilzeit vereinbart, kehren Sie nach Ende der Befristung automatisch zur alten Arbeitszeit zurück. Für unbefristete Teilzeit gibt es keinen automatischen Rückkehranspruch — Sie sollten daher eine Rückkehroption im Vertrag vereinbaren.
Verändert Teilzeit den Urlaubsanspruch?
Ja, bei einer 5-Tage-Woche ändert sich der Urlaubsanspruch nicht. Wer aber z. B. nur 3 Tage pro Woche arbeitet, hat anteilig weniger Urlaubstage als bei einer 5-Tage-Woche. Die Berechnung erfolgt über die tatsächlichen Arbeitstage pro Woche.
Was passiert mit der Rente bei Teilzeit?
Geringere Einzahlungen in die Rentenversicherung führen zu weniger Rentenpunkten und damit zu einer niedrigeren gesetzlichen Rente. Wer dauerhaft in Teilzeit arbeitet, sollte daher frühzeitig private oder betriebliche Altersvorsorge aufbauen, um die Rentenlücke zu schließen.