Wie viel Netto bleibt als Werkstudent? Mit dem Werkstudentenprivileg zahlen Sie nur Rentenversicherung (9,3 %) — KV, PV und AV entfallen. Unser Rechner zeigt Ihr Nettogehalt, den Stundenlohn und warnt Sie, wenn Sie die kritische 20-Stunden-Grenze überschreiten.
Werkstudenten-Rechner 2026
Rechtsgrundlage
- § 6 Sozialgesetzbuch V (Krankenversicherung) (SGB V) ↗
Versicherungsfreiheit — Werkstudentenprivileg bei KV
Gültig ab: 1. 1. 2026
- § 27 Abs. 4 Sozialgesetzbuch III (Arbeitsförderung) (SGB III) ↗
Versicherungsfreiheit Arbeitslosenversicherung für Werkstudenten
Gültig ab: 1. 1. 2026
- § 1 Abs. 3 Sozialgesetzbuch VI (Rentenversicherung) (SGB VI) ↗
Rentenversicherungspflicht trotz Werkstudentenprivileg
Gültig ab: 1. 1. 2026
Werkstudent und Sozialversicherung — alles was Sie wissen müssen
Häufige Fragen zum Werkstudentenjob
Was ist das Werkstudentenprivileg?
Als Werkstudent sind Sie in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei (§ 6 SGB V, § 27 Abs. 4 SGB III). Nur die Rentenversicherung ist pflichtpflichtig (9,3 % AN-Anteil). Das Privileg gilt, solange das Studium im Vordergrund steht — max. 20 Wochenstunden während der Vorlesungszeit.
Wie viele Stunden darf ich als Werkstudent arbeiten?
Während der Vorlesungszeit gilt die 20-Stunden-Grenze pro Woche. In der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) können Sie mehr Stunden arbeiten, ohne das Privileg zu verlieren — die Grenze gilt im Jahresdurchschnitt. Überschreiten Sie dauerhaft 20 Stunden/Woche in der Vorlesungszeit, entfällt das Werkstudentenprivileg und volle SV-Beiträge fallen an.
Welche Krankenversicherung brauche ich als Werkstudent?
Als Werkstudent sind Sie zwar KV-beitragsfrei beim Arbeitgeber (§ 6 SGB V), müssen aber trotzdem krankenversichert sein. Möglichkeiten: (1) Familienversicherung über Eltern — kostenlos, solange Eigeneinkommen unter 505 €/Monat. (2) Studentische KV — ca. 90–130 €/Monat je nach Kasse. (3) Gesetzlich als freiwillig Versicherter (teurer).
Muss ich als Werkstudent Lohnsteuer zahlen?
Ja, wenn Ihr Jahreseinkommen den Grundfreibetrag übersteigt. 2026 liegt dieser bei 12.348 € (§ 32a EStG). Bei 1.100 € Brutto × 12 Monate = 13.200 € liegt das über der Grenze. Die Lohnsteuer wird monatlich vom Arbeitgeber einbehalten — bei Steuerklasse I am Ende des Jahres meist teilweise zurückerstattet (Steuererklärung).
Zählt der Werkstudentenjob zum BAföG-Anrechnungsbereich?
Ja. Eigene Einkünfte werden auf das BAföG angerechnet, wenn sie den Freibetrag übersteigen. 2026 beträgt der BAföG-Einkommensfreibetrag ca. 5.400 € pro Förderungsjahr (§ 23 BAföG). Darüber liegende Nettoeinkünfte (nach pauschalem Abzug) mindern den BAföG-Anspruch.
Was passiert mit der Rentenversicherung als Werkstudent?
Werkstudenten zahlen 9,3 % Rentenversicherungsbeitrag (AN-Anteil, § 1 Abs. 3 SGB VI). Damit werden Rentenpunkte erworben. Bei 1.100 € Brutto pro Monat (13.200 € / Jahr) beträgt der Entgeltpunkt-Zuwachs ca. 0,19 Punkte pro Jahr — jeder Punkt entspricht 2026 etwa 39,32 € monatlicher Rente.