§ 1 MiLoG

Wie hoch ist Ihr Stundenlohn bei einem Monatsgehalt von 3.500 €? Oder umgekehrt: Was verdienen Sie im Monat bei 15 € pro Stunde? Unser Rechner nutzt den korrekten Faktor 52 ÷ 12 = 4,3333 und zeigt auch das Jahresgehalt.

Stundenlohn-Rechner 2026

Monatsgehalt ↔ Stundenlohn — Faktor 4,3333 (52/12 Wochen)

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Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Stundenlohn berechnen — so geht's

Stundenlohn und Monatsgehalt — die Umrechnungsformel

In Deutschland werden Gehälter meist als monatliches Bruttogehalt vereinbart. Für viele Zwecke — Vergleiche, Nebenjobs, Freelance-Kalkulation oder Mindestlohnprüfung — ist jedoch derStundenlohn entscheidend. Die Umrechnung erfolgt mit dem Faktor 52 ÷ 12 = 4,3333, der die durchschnittliche Anzahl von Wochen pro Monat darstellt.

Die Formel im Detail

Um das Monatsgehalt in einen Stundenlohn umzurechnen, berechnen Sie zunächst die durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Monat: Wochenstunden × 52 / 12. Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das 173,33 Stunden pro Monat. Anschließend teilen Sie das Monatsgehalt durch diese Stundenzahl. Bei 3.500 € ergäbe das einen Stundenlohn von ca. 20,19 €.

Umgekehrt multiplizieren Sie den Stundenlohn mit den monatlichen Arbeitsstunden, um das Monatsgehalt zu erhalten.

Mindestlohn 2026 und Stundenlohnpflicht

Seit 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn (§ 1 MiLoG). Für 2026 beträgt er 12,82 € brutto pro Stunde. Arbeitgeber sind verpflichtet, diesen Betrag mindestens zu zahlen — unabhängig von der Branche oder ob ein Tarifvertrag besteht. Bei Unterschreitung drohen empfindliche Bußgelder. Unser Rechner hilft Ihnen zu prüfen, ob ein angebotenes Monatsgehalt dem Mindestlohn entspricht.

Teilzeit und Stundenlohn

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) schreibt vor, dass Teilzeitkräfte nicht schlechter gestellt werden dürfen als vergleichbare Vollzeitkräfte — auch beim Stundenlohn. Bei einer Reduzierung von 40 auf 20 Wochenstunden halbiert sich das Monatsgehalt, während der Stundensatz gleich bleibt. Der Rechner unterstützt beliebige Stundenzahlen.

Brutto vs. netto

Der Stundenlohn-Rechner arbeitet mit Bruttobeträgen. Vom Bruttogehalt werden Lohnsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag ggf. Kirchensteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung — insgesamt ca. 20 % Arbeitnehmeranteil) abgezogen. Das Nettogehalt ist daher deutlich niedriger. Für eine genaue Nettoberechnung nutzen Sie unseren separaten Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen zum Stundenlohn

Wie rechnet man Monatsgehalt in Stundenlohn um?

Formel: Stundenlohn = Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 52 ÷ 12). Der Faktor 52 ÷ 12 ≈ 4,3333 berücksichtigt, dass ein Jahr 52 Wochen hat, die auf 12 Monate verteilt werden. Bei 40 Wochenstunden und 3.500 € Monatsgehalt ergibt sich: 3.500 ÷ 173,33 ≈ 20,19 € Stundenlohn.

Warum wird der Faktor 4,3333 verwendet?

Der Faktor 52/12 = 4,3333 entspricht der durchschnittlichen Anzahl von Wochen pro Monat über das ganze Jahr gerechnet. Es gibt 52 Wochen im Jahr verteilt auf 12 Monate. Dieser Faktor ist arbeitsrechtlich und in der Gehaltsabrechnung allgemein anerkannt.

Wie hoch ist der gesetzliche Mindestlohn 2026?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 2026 12,82 € brutto pro Stunde (§ 1 Abs. 2 MiLoG). Das entspricht bei 40 Wochenstunden einem Monatsgehalt von rund 2.222 € brutto. Bestimmte Branchen (z.B. Pflegekräfte, Gebäudereinigung) haben höhere tarifliche Mindestlöhne.

Was gilt als maximale Arbeitszeit pro Woche?

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG § 3) sieht grundsätzlich eine werktägliche Arbeitszeit von maximal 8 Stunden vor, was bei 6 Werktagen 48 Stunden pro Woche entspricht. Ausnahmsweise kann die Arbeitszeit auf bis zu 10 Stunden täglich ausgedehnt werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen ein Ausgleich erfolgt.

Gilt der berechnete Stundenlohn brutto oder netto?

Der Rechner arbeitet ausschließlich mit Bruttobeträgen. Das sind Beträge vor Abzug von Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträgen (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung). Für die Nettoberechnung nutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner.

Wie unterscheidet sich der Stundenlohn bei Teilzeit?

Der Stundensatz selbst ändert sich bei gleichem Gehalt nicht durch Teilzeit. Aber: Bei einer Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden ist das Monatsgehalt proportional niedriger als bei Vollzeit (40 Stunden). Der Stundenlohn bleibt identisch, sofern der Arbeitgeber das Gehalt proportional kürzt (wie es das Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG vorschreibt).

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