§ 63 SGB VI

Wie groß ist Ihre Rentenlücke? Tragen Sie Ihr heutiges Einkommen, die erwartete Rente und Ihre Versorgungsquote ein — der Rechner zeigt Ihnen sofort, wie viel Sie zusätzlich monatlich ansparen müssen, um Ihren Lebensstandard im Alter zu sichern.

Rentenlücke Rechner 2026

Wie viel fehlt zwischen Ihrem Wunsch-Renteneinkommen und der gesetzlichen Rente?

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Letzte Aktualisierung: 1. 1. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Rentenlücke verstehen und schließen

Was ist die Rentenlücke und warum ist sie wichtig?

Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand benötigen, und dem, was Ihnen die gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich zahlt. Das gesetzliche Rentenniveau in Deutschland beträgt 2026 rund 48 % des Durchschnittslohns vor Steuern — nach Abzug von Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen liegt das Nettoeinkommen aus Rente häufig deutlich niedriger. Eine frühzeitige Berechnung und Planung ist daher entscheidend.

Wie wird die Rentenlücke berechnet?

Unser Rechner bestimmt zunächst Ihr Versorgungsziel: aktuelles Nettoeinkommen multipliziert mit der gewünschten Versorgungsquote (empfohlen: 70–80 %). Dann wird die voraussichtliche Netto-Rente berechnet — die gesetzliche Brutto-Rente abzüglich geschätzter Steuern (§ 22 Nr. 1a EStG, Besteuerungsanteil 2026: 83,5 %) und Krankenversicherungsbeitrag (~7,3 %). Zusammen mit Betriebsrente und privater Vorsorge ergibt sich das Gesamteinkommen im Alter. Die Lücke ist die Differenz zum Versorgungsziel.

Möglichkeiten zur Schließung der Rentenlücke

Die wichtigsten Instrumente der zusätzlichen Altersvorsorge sind: Betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit Pflicht-Arbeitgeberzuschuss von 15 %, Riester-Rente mit staatlicher Förderung (175 € Grundzulage + Kinderzulagen), Rürup-/Basisrente mit vollständigem Steuerabzug bis 27.566 € jährlich (2026) sowie flexible ETF-Sparpläne ohne staatliche Förderung, aber mit Liquidität und Renditechancen.

Rentenbesteuerung 2026

Seit dem Alterseinkünftegesetz 2005 werden Renten schrittweise steuerpflichtig (§ 22 Nr. 1a EStG). Für Renteneintritte im Jahr 2026 gilt ein Besteuerungsanteil von 83,5 % — d.h. 83,5 % der Rente müssen als Einkommen versteuert werden, 16,5 % sind steuerfrei. Bis 2040 steigt der Besteuerungsanteil auf 100 %. Unser Rechner berücksichtigt dies mit einem pauschalen Netto-Faktor von 85 % der Brutto-Rente.

Wie früh sollte ich vorsorgen?

Der Zinseszinseffekt macht frühes Sparen deutlich effizienter als spätes. Bei 5 % Rendite und 40 Jahren Anlagezeit verdoppelt sich ein Betrag rund alle 14 Jahre. Wer mit 25 Jahren beginnt, hat bei Renteneintritt mit 65 Jahren fast dreimal so viel Kapital wie jemand, der erst mit 40 startet — bei gleicher monatlicher Sparrate. Bereits kleine Beträge konsequent über Jahrzehnte angelegt können die Rentenlücke erheblich verkleinern.

Häufige Fragen zur Rentenlücke

Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand benötigen (Versorgungsziel), und den Einnahmen, die Ihnen tatsächlich aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge zur Verfügung stehen. Bei einem typischen Arbeitnehmer ersetzt die gesetzliche Rente nur noch etwa 48 % des letzten Bruttoeinkommens (Rentenniveau 2026 lt. DRV).

Wie hoch ist die durchschnittliche Rentenlücke in Deutschland?

Das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente vor Steuern beträgt 2026 laut Rentenversicherungsbericht rund 48 %. Da die Rente auch besteuert wird (Besteuerungsanteil 2026: 83,5 % nach § 22 EStG) und Krankenversicherungsbeiträge anfallen, liegt das Netto-Rentenniveau noch niedriger. Wer 80 % seines heutigen Nettoeinkommens im Alter anstrebt, hat eine erhebliche Rentenlücke zu schließen.

Wie schließe ich meine Rentenlücke?

Zur Schließung der Rentenlücke stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung: Betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit Arbeitgeberzuschuss, Riester-Rente (staatlich gefördert für Pflichtversicherte), Rürup-/Basisrente (steuerlich absetzbar, besonders für Selbstständige), ETF-Sparpläne (flexibel, keine staatliche Förderung) sowie Immobilien oder sonstige Kapitalanlagen. Eine Kombination verschiedener Bausteine ist empfehlenswert.

Was bedeutet Versorgungsquote?

Die Versorgungsquote gibt an, wie viel Prozent Ihres heutigen Nettoeinkommens Sie im Ruhestand zur Verfügung haben möchten. Häufig werden 70–80 % empfohlen, da im Alter bestimmte Kosten wegfallen (z.B. Altersvorsorgebeiträge, Berufskosten). Eine Versorgungsquote von 80 % bei 2.500 € Nettoeinkommen bedeutet: Ziel-Renteneinkommen = 2.000 € netto.

Wie funktioniert die Berechnung des Ansparerfordernisses?

Das Ansparerfordernis wird vereinfacht berechnet: Monatliche Rentenlücke × 300. Dieser Faktor entspricht einem Kapitalverbrauch über 30 Jahre (360 Monate) ohne Zinsen — eine konservative Näherung. Bei einer Lücke von 500 € monatlich müssten Sie ca. 150.000 € Kapital angespart haben oder monatlich ca. 500 € zusätzlich sparen. Tatsächlich hängt das Ansparerfordernis stark von Ihrem geplanten Rentenalter, der erwarteten Rendite und der Inflationsrate ab.

Ab wann sollte ich mit der privaten Altersvorsorge beginnen?

Je früher, desto besser — der Zinseszinseffekt wirkt bei langen Anlagehorizonten am stärksten. Wer mit 25 Jahren 100 € monatlich bei 5 % Rendite spart, hat mit 65 Jahren rund 152.000 €. Wer erst mit 45 beginnt, muss über 350 € monatlich sparen, um denselben Betrag zu erreichen. Selbst kleine Beträge früh zu investieren ist deutlich effektiver als spät hohe Beiträge zu leisten.

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