§ 7 Abs. 2 EStG

Berechnen Sie die degressive Abschreibung Ihrer Wirtschaftsgüter nach dem Wachstumschancengesetz 2024 — inklusive AfA-Plan und optimalem Wechselzeitpunkt zur linearen Methode.

Degressive AfA Rechner

Abschreibung nach § 7 Abs. 2 EStG (Wachstumschancengesetz)

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Letzte Aktualisierung: 17. 3. 2026 · Gültig für: 2026 · Version: 1.0.0

Rechtsgrundlage

Degressive AfA verstehen: Leitfaden für Unternehmer

Die degressive Absetzung für Abnutzung (AfA) ist eine Abschreibungsmethode, bei der in den ersten Jahren höhere Beträge abgeschrieben werden als bei der linearen Methode. Durch das Wachstumschancengesetz 2024 wurde die degressive AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter, die zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. Dezember 2026 angeschafft oder hergestellt werden, wieder eingeführt. Der maximale degressive Satz beträgt das Doppelte des linearen Satzes, höchstens jedoch 20 Prozent pro Jahr.

Berechnung des degressiven AfA-Satzes

Der degressive AfA-Satz ergibt sich aus dem doppelten linearen Satz (100 % geteilt durch die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer), ist aber auf maximal 20 % begrenzt. Bei einer Nutzungsdauer von 8 Jahren beträgt der lineare Satz 12,5 %, der doppelte wäre 25 %, aber durch die Deckelung gelten nur 20 %. Bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren liegt der degressive Satz bei 10 % (2 × 5 %).

Restwertmethode und Wechsel zur linearen AfA

Bei der degressiven Methode wird jedes Jahr der festgelegte Prozentsatz auf den jeweils verbleibenden Buchwert angewendet. Dadurch sinken die Abschreibungsbeträge von Jahr zu Jahr. Da das Wirtschaftsgut rein rechnerisch nie vollständig abgeschrieben würde, empfiehlt sich ein Wechsel zur linearen AfA, sobald der lineare Betrag (Restbuchwert geteilt durch Restnutzungsdauer) den degressiven übersteigt. Dieser Wechsel ist steuerlich zulässig und kann nur einmal vorgenommen werden — er ist unwiderruflich.

Vorteile der degressiven AfA

Der wesentliche Vorteil liegt im Liquiditätseffekt: Durch höhere Abschreibungen in den Anfangsjahren wird der steuerliche Gewinn stärker gemindert, was zu niedrigeren Steuervorauszahlungen führt. Gerade für investitionsfreudige Unternehmen bedeutet das mehr verfügbare Mittel in der Wachstumsphase. Der Gesamtbetrag der Abschreibung über die gesamte Nutzungsdauer bleibt identisch — es handelt sich um einen Zeiteffekt, nicht um eine Steuerersparnis im absoluten Sinne.

Häufige Fragen zur degressiven AfA

Wann ist degressive AfA günstiger als lineare?

Degressive AfA ist in den ersten Jahren günstiger, da die Abschreibungsbeträge höher ausfallen. Das führt zu einem früheren Steuereffekt und verbessert die Liquidität. Für Unternehmen mit hohen Gewinnen ist die degressive Methode besonders vorteilhaft, da die Steuerlast in den Anfangsjahren stärker reduziert wird.

Gilt die degressive AfA wieder dauerhaft?

Die degressive AfA wurde durch das Wachstumschancengesetz 2024 befristet wiedereingeführt — für bewegliche Wirtschaftsgüter, die in 2024, 2025 oder 2026 angeschafft werden. Der maximale Satz beträgt 20 % (doppelter linearer Satz, max. 20 %). Ob sie nach 2026 verlängert wird, hängt von der Gesetzgebung ab.

Wie berechnet sich der degressive AfA-Satz?

Der degressive Satz beträgt das Doppelte des linearen Satzes, maximal jedoch 20 %. Beispiel: Bei 8 Jahren Nutzungsdauer ist der lineare Satz 12,5 %, der doppelte wäre 25 %, aber gedeckelt auf 20 %. Bei 20 Jahren Nutzungsdauer: linear 5 %, doppelt 10 % — unter dem Maximum, also gelten 10 %.

Wann sollte ich zur linearen AfA wechseln?

Der Wechsel von degressiv zu linear lohnt sich, sobald die lineare AfA (Restbuchwert / Restnutzungsdauer) höher ist als die degressive AfA (Restbuchwert × degressiver Satz). Dieser Zeitpunkt liegt typischerweise bei etwa 60–70 % der Nutzungsdauer. Ein Wechsel ist nur einmal möglich und unwiderruflich.

Gilt die degressive AfA für alle Wirtschaftsgüter?

Nein, die degressive AfA nach § 7 Abs. 2 EStG gilt nur für bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (z. B. Maschinen, Fahrzeuge, Büroausstattung). Gebäude, immaterielle Wirtschaftsgüter und geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG bis 800 € netto) sind ausgenommen.

Was ist die Restwertmethode bei degressiver AfA?

Bei der degressiven AfA wird jedes Jahr ein fester Prozentsatz vom aktuellen Restbuchwert (nicht vom Anschaffungswert) abgeschrieben. Dadurch sinken die jährlichen AfA-Beträge. Am Ende der Nutzungsdauer verbleibt rechnerisch ein Restbuchwert > 0, weshalb der Wechsel zur linearen Methode sinnvoll ist, um das Wirtschaftsgut vollständig abzuschreiben.

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